Inflation

Für Anleger ist die Inflation ein Risiko, das sie in jedem Fall bedenken sollten. Wer sind Geld zum Beispiel auf einem Tagesgeldkonto anlegt und dafür Zinsen kassiert, ist der Inflation sozusagen ausgeliefert. Steigen die Preise in größerem Umfang als die Zinsen, erleidet man unter dem Strich sogar einen Kaufkraftverlust. Allerdings kann man den drohenden Schaden relativ einfach begrenzen

Mit dem Begriff Inflation wird die allgemeine Teuerungsrate bezeichnet. Berechnet wird sie in der Regel mit Hilfe eines Warenkorbs, der zu einem Zeitpunkt als repräsentativ festgesetzt wird. In dem Warenkorb sind zum Beispiel die Kosten für Mieten, Versicherungen oder Dienstleistungen enthalten, aber auch für Dinge des täglichen Bedarfs wie Lebensmittel oder Hygieneartikel. Alle im Warenkorb enthaltenen Dinge werden zudem gewichtet. Wenn zum Beispiel die Miete steigt, hat diese Steigerung eine größere Auswirkung auf die Höhe er Inflation als ein gestiegener Preis für Äpfel.

Einfluss der Inflation auf das Vermögen

Wie hoch der Vermögensverlust durch die Inflation ist, wird von vielen Anlegern immer wieder unterschätzt. Gerade bei der langfristigen Planung sollte dieser Faktor allerdings in die Planung einbezogen werden. Liegt die Inflation zum Beispiel bei drei Prozent pro Jahr, verliert das Vermögen innerhalb von nur zehn Jahren mehr als ein Viertel der Kaufkraft. Aus diesem Grund ist es keine gute Option, ungenutztes Kapital zum Beispiel als Guthaben auf dem Girokonto zu haben, wo es keine Zinsen abwirft.

Als Anleger sollte man immer versuchen, nach Steuern eine positive Realverzinsung zu erzielen. Die Höhe der realen Zinsen lässt sich ganz einfach berechnen. Dazu muss man lediglich die aktuelle Höhe der Inflationsrate von dem Zinssatz abziehen, den man für seine Geldanlage erhält. Bekommt man zum Beispiel 2,5 Prozent Zinsen für das auf einem Tagesgeldkonto angelegte Geld, während die Inflationsrate bei zwei Prozent liegt, wächst die Kaufkraft des Vermögens pro Jahr um 0,5 Prozent.

Steuern sollten ebenfalls berücksichtigt werden

In der Realität sind derartige Rechnungen natürlich oft schwieriger, da der jeweilige Einzelfall betrachtet werden muss. Wer als Anleger zum Beispiel auf seine Zinsen Steuern zahlen muss, da die entsprechenden Freibeträge bereits ausgeschöpft sind, sollte diese in der Rechnung ebenfalls berücksichtigen. Ein einfaches Beispiel macht das deutlich.

Bei einer Anlage von 25.000 Euro für ein Jahr erhält ein Anleger vier Prozent Zinsen, insgesamt werden ihm am Ende des Jahres also 1000 Euro gutgeschrieben. Der Sparerpauschbetrag ist bereits ausgeschöpft, somit werden auf diese Summe die Abgeltungssteuer sowie der Solidaritätszuschlag fällig. Damit verbleiben ihm noch genau 736,25 Euro. Wenn im gleichen Zeitraum die Inflation zwei Prozent beträgt, muss man für das ursprüngliche Vermögen einen Kaufkraftverlust von 500 Euro abziehen. Damit liegt der Kaufkraftzuwachs lediglich bei 236,25 Euro, der reale Zinssatz beträgt also etwas weniger als ein Prozent.

Zusammenhang zwischen Inflation und Zinsen

Grundsätzlich besteht ein gewisser Zusammenhang zwischen der Höhe der Inflationsrate und dem Zinsniveau. Die Europäische Zentralbank (EZB) möchte die Höhe der Inflation im gesamten Euroraum auf einem Niveau von um die zwei Prozent halten. Steigen die Preise schneller, kann die EZB den Leitzins erhöhen, um dieser Entwicklung entgegenzuwirken. Ein höherer Leitzins wird von Banken allerdings in der Regel auch an die Kunden durchgereicht, so dass gerade die Zinssätze für kurzfristige Anlagen wie Tagesgeld steigen.

Entwicklung der Inflation in Deutschland

Die Entwicklung und aktuelle Höhe der Leitzinsen in Deutschland, der EU, Japan, England, der Schweiz und den USA können Sie unserer Statistik entnehmen:

Inflation (Teuerungsrate) gesamt als prozentuale Veränderung zum Vorjahresmonat

Inflation der Einzelhandelspreise als prozentuale Veränderung zum Vorjahresmonat

Inflation gewerblicher Produkte als prozentuale Veränderung zum Vorjahresmonat

Inflation der Großhandelsverkaufspreise als prozentuale Veränderung zum Vorjahresmonat

Inflation der Einfuhrpreise (Außenhandelspreise) als prozentuale Veränderung zum Vorjahresmonat

Inflation der Ausfuhrpreise (Außenhandelspreise) als prozentuale Veränderung zum Vorjahresmonat


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