Rendite

Mit dem Begriff Rendite werden die Erträge bezeichnet, die eine Geldanlage abwirft. Bei einem Tagesgeldkonto versteht man unter der Rendite zum Beispiel die Zinsen, die die Bank dem Anleger für sein angelegtes Kapital gutschreibt. Allgemein ist die Rendite also ein sehr wichtiger Faktor, wenn man sich als Verbraucher für oder gegen eine bestimmte Form der Geldanlage entscheidet.

Zudem sollte man den Grundsatz bedenken, dass man für eine mögliche höhere Rendite auch ein höheres Risiko in Kauf nehmen muss. Wer zum Beispiel in Aktien investiert, kann dabei von steigenden Kursen profitieren, gleichzeitig ist jedoch ebenso ein Kurssturz und im Extremfall sogar die Insolvenz des jeweiligen Unternehmens möglich. Wer diese Grundregel beachtet, kann also entweder versuchen, eine zuvor festgelegte Rendite mit einem möglichst geringem Risiko zu erreichen oder die maximale Rendite für ein vorab bestimmtes Risiko zu erwirtschaften.

Unterschiedliche Formen sind für Anleger wichtig

Bevor man sich für eine bestimmte Anlageform entscheidet, sollte man zudem den Unterschied zwischen der Nominal- und der Realrendite beachten, die oft auch als Brutto- und Nettorendite bezeichnet werden. Die Nominalrendite beinhaltet lediglich den jährlichen Gesamtertrag einer bestimmten Geldanlage. Bei einem Tagesgeldkonto wären das also die Zinsen. Wer etwa für 10.000 Euro einen Zinssatz von zwei Prozent erhält, kann sich über eine Nominalrendite von 200 Euro freuen.

Steuern und Inflation berücksichtigen

Bei der Berechnung der Realrendite werden hingegen nicht nur die Zinsen betrachtet, sondern auch die dafür eventuell anfallenden Steuern sowie die Inflationsrate. Falls im oben genannten Beispiel also die Inflation bei zwei Prozent liegt, sind die Realrendite und damit der Kaufkraftgewinn am Ende des Jahres gleich Null. Wenn zudem noch Abgeltungssteuer auf die anfallenden Zinserträge gezahlt werden muss, weil der Freibetrag bereits durch andere Kapitalerträge ausgeschöpft ist, ist die Realrendite für das Tagesgeldkonto sogar negativ. Auf Dauer sorgt eine negative Realrendite dann dafür, dass die Kaufkraft des angelegten Kapitals nach und nach geringer wird.

Steuern spielen eine wichtige Rolle

Allgemein lässt sich die Realrendite nur dann berechnen, wenn man die Gegebenheiten im Einzelfall genau kennt. Wenn ein Anleger beispielsweise seinen Sparerpauschbetrag noch nicht ausgeschöpft hat, muss er für die Zinsgutschriften keine Steuern zahlen. In diesem Fall entspricht die Realrendite dem aktuellen Zinssatz abzüglich der Inflationsrate.

Wer jedoch Abgeltungssteuer auf einen Teil oder sogar die gesamten Zinsen zahlen muss, erzielt eine geringere Realrendite. In diesem Fall kommt es zum Beispiel darauf an, ob der Anleger Mitglied in der Kirche ist und somit kirchensteuerpflichtig. Außerdem kann es sein, dass im Rahmen einer Günstigerprüfung festgestellt wird, dass er nur den niedrigeren Einkommensteuersatz auf seine Kapitalerträge zahlen muss und somit nicht die Abgeltungssteuer in Höhe von 25 Prozent abgezogen wird. Alles in allem spielen bei der Berechnung der Realrendite also eine ganze Reihe von Faktoren eine Rolle, die man als Anleger vor der Entscheidung für eine bestimmte Anlageform bedenken sollte.


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